Mein Traum geht in Erfüllung...

Ende 2005 ist mein kleiner grauer Fiesta, Gandalf der Graue II, dem Untergang geweiht. Er hat mich immer brav von Ort zu Ort gefahren, war zuverlässig.
Er ruhe in Frieden.

Lange, lange schon träume ich von einem Reisemobil. Als Camper von Kindheit an bin ich es gewohnt, im Zelt zu nächtigen. Aber die Knochen werden älter und einige Nächte im Escort meines Mannes haben mich überzeugt: Schlafen im Auto ist Luxus pur - im Vergleich zum Zelt oder Marktstand.
Da ich aber mit dem neuen Gefährt auch meinen Alltag meistern muss (Einparken, Einkaufen und mehr...) fällt ein großes Wohnmobli schon mal flach. Ausserdem sind die viel zu teuer. Ein kleines Bussle muss her. Ein Kastenwagen.

Beim Bang-your-Head Festival 2005 beginnen wir davon zu träumen und ein Name für das zukünftige Gefährt ist schnell gefunden. Eddie soll er heißen. Ein Eddiemobil zu Ehren von Iron Maiden.

Aber wer die Wahl hat, hat die Qual...
VW T4 - Ford Transit - Mitsubishi L400 - oder wie oder was?
Es darf nicht zu alt sein, weil leider keiner meiner Kumpels einen sinnvollen Beruf erlernt hat. Kein selbstloser, hilfsbereiter KFZ-Mechaniker weit und breit. Also bleibt nur der Kauf eines nicht zu alten Vehikels in einem Autohaus und die Abzahlung auf Raten.


Erstes Bild von Eddie


Edward the Great vor dem Haus

Nach langen Recherchen im Internet und in Autohäusern finden wir einen Opel Vivaro Baujahr 2001 mit nur 24.000 km für 11.500 Euronen. Mit Anhängerkupplung und Klimaanlage. Das ist er! Das Eddiemobil! Und ich bin ab Januar 2006 zum ersten Mal in meinem Leben potentielles Mitglied der Opel-Gang und LKW-Fahrerin. Und eine geniale Iron Maiden mäßige Autonummer ist auch noch frei und wird bei www.wunschkennzeichen.de gleich reserviert:

Aber beim Kauf auf Raten muss man noch ganze zwei Wochen warten, bis man das Fahrzeug abholen kann. Ich bin total aufgeregt, freue mich unendlich und beginne schon vorab mit der Planung. Was muss rein in den Bus? Was sagt der TÜV, was das Finanzamt? Was darf man überhaupt und was nicht? Und die kürzlichen Änderungen vom Steuergesetz machen mir auch schwere Sorgen. Wohnmobile sollen künftig wie PKWs nach Kubik berechnet werden und Schadstoffklasse. Aber keiner weiß so richtig was Sache ist. Durch den Regierungswechsel letzten Sommer liegt das Steuermodel erst mal auf Eis - so halbwegs jedenfalls.
Fragen über Fragen... Ein sehr netter Herr vom TÜV verweißt mich ans Finanzamt. Und ein sehr netter Herr vom Finanzamt erklärt mir, daß es beim TÜV ein Merkblatt gibt (VdTÜV-Merkblatt 740), welches festlegt, was alles im Bus sein muss, damit er als Reisemobil ungeschrieben werden kann.

Was ich drin haben will:

  • Ein eigenes WC...
    wer schon mal auf einem Metal-Festival war und dort die Plastik-Klo-Häuser benutzt hat, der weiß warum.
  • Ein Schlafplatz für 3 Personen.
  • Mein Mittelalter-Marktstand muss irgendwie reinpassen. Vor allem die 3 Meter langen Holzlatten.
  • gemütlich soll es sein und vor allem Iron-Maiden-Metal-Genial
    Musik ist wichtig und ne kleine Bar wäre schön. Die Kühlbox muss auch irgendwie noch unterkommen.
  • Stromanschluss wäre schön

Was der TÜV und das Finanzamt drin haben wollen:

  • Festes Bett
  • Spüle mit Frisch- und Abwasser
  • Feste Kochgelegenheit
  • Tisch (kann klappbar sein)
  • Stauraum für Kleider usw.
  • mindestens 1 qm2 begehbare Fläche
Bei meinen Recherchen im Internet bin ich auf die Busfreaks.de Seiten gestoßen. Eine supertolle Website mit ganz lieben Leuten. Hab mich gleich wie Zuhause gefühlt, denn ich bin ja jetzt schließlich auch bald ein Busfreak.
Dort treibe ich mich jetzt viel herum, denn ich habe ja noch soooo viele Fragen. Weiß ja noch gar nicht, wie ich überhaupt anfangen soll mit dem Umbau. Was ich alles brauche und was für Materialien man nehmen kann.... ich bin so völlig ahnungslos.

Als erstes kaufe ich ein schönes Klo. Ein Porta Potti 465 in grau mit Wasserspülung. Billigstes Angebot dafür fand ich im Internet. Beim hiesigen Campingbedarf kostet das gute Teil 155 Euro! Ich hab meins neu für 115 Euro ergattert. Immer noch teuer - aber das ist es mir echt wert.

Eine befreundete Familie hat genau das gleiche und ist seit Jahren begeistert davon. Wie oft ich es letztendlich benutzen werde, weiß ich noch nicht. Denn das Entleeren von dem Ding ist bestimmt auch nicht gerade appetitlich. Wenn ein sauberes Klo in der Nähe ist, dann werde ich sicherlich darauf ausweichen. Aber gerade auf Festivals wird mir das Potti sicher gute Dienste leisten. Ich bin überzeugt, daß ich auf diesen Luxus nicht mehr verzichten will.

 


Zweite Anschaffung ist dann eine Dachhaube. Auch günstig und neu über Ebay. Ein Fiamma Vent 160 für 24.95 Euro. Denn mein Eddiemobil hat hinten keine Fenster, die man öffnen könnte. Und ein wenig Frischluft in der Nacht ist sicherlich notwendig. Vor allem, wenn wir dann zu dritt drin nächtigen werden im Urlaub. Die Dachluke hat sogar ein Fliegengitter und ein Rollo mit eingebaut. Fein!

Eine klitzekleine Minispüle hab ich dann noch bei Ebay ersteigert. Voll süß das Ding. Mit 265 x 160 x 100 mm ist das Edelstahlbecken genau richtig. Größer brauche ich es nun wirklich nicht. Jeder Campingplatz hat ja schließlich sanitäre Anlagen, in denen man sein Geschirr spülen kann. Und auch sonst bin ich bis jetzt immer gut ohne eigene Spüle klargekommen.
Beim Campingbedarf hab ich dann noch eine kleine Tauchpumpe, einen Wasserhahn mit An-Aus-Schaltknopf und Batterien dafür gekauft. Fehlen nur noch zwei Kanister - einer für Frischwasser und einer für Abwasser - und ein paar Verbindungsschläuche und fertig ist die Wohnmobilspüle.

Ach ja und eine Aussensteckdose habe ich auch gekauft. Jetzt muss nur noch das Auto her...

16. Januar 2006

Endlich ist es soweit. Ich kann Eddie abholen.
Und wie schon befürchtet erweist sich das Einparken vorerst als äußerst schwierig. Ich muss jetzt erst mal lernen, ständig in die Aussenspiegel zu sehen. Schon eine Umgewöhnung nach jahrelangem Fiesta-Fahren. Aber das werde ich bestimmt bald in den Griff bekommen.

Erste Probleme gibt es, als wir spät abends meine Zeltstangen für den Mittelaltermarktstand laden wollen. Die 3 Meter langen Holzlatten passen nicht rein. War mir eigentlich eh klar. Also muss ein Stück aus der Zwischenwand raus, damit ich die Latten unter dem Beifahrersitz durchschieben kann.

Gesagt, getan. Bohrmaschine, Stichsäge und Verlängerungskabel geholt und los gehts.... Ein seltsames Gefühl, wenn man in sein neues Auto reinsägt. Das kann ich echt sagen. Ist auch nicht so leicht. In der Dunkelheit und Kälte. Und vor allem ist die Trennwand nicht glatt und gerade. Ich zerstöre gleich mal zwei Metallsägeblätter. Aber irgendwie klappt es dann doch - vorerst nur provisorisch. Das muss erst mal reichen. Später werde ich das Loch schöner aussägen, mit Rostschutz die Sägekanten einpinseln und ein Kantenschutzband oder sowas anbringen.

Auf jeden Fall passt jetzt das ganze Gestänge in den Bus und danach muss sich dann später auch der Ausbau richten.

Viel Platz ist da hinten ja nicht. Eine echte Herausforderung wird das werden. Aber ich bin immer noch sehr optimistisch. Mehr als drin schlafen müssen wir ja nicht. Beim Campen hält man sich ja auch so gut wie nie im Zelt auf, sondern ständig davor. Vielleicht gibt es später ja mal ein Vorzelt für Eddie...

20. Januar 2006

Der Mittelaltermarktstand ist aufgebaut und alles hat mit dem Transport gut geklappt. Freitag morgens müssen wir dort um 9 Uhr pünktlich erscheinen, weil über 1000 Kinder erwartet werden - Schulklassen und Kindergartengruppen. Da der Markt gleich im Nachbarort stattfindet reicht es, daß ich gegen 8.30 Uhr losfahre.
Aber oh weh... mein Eddie springt nicht an. Batterie leer!!!

Zwei nette Herren vom Autohaus Opel Staiger kommen fast sofort, der eine nimmt Eddie mit und der andere fährt mich zum Mittelaltermarkt. Voll nett. Und schon zwei Stunden später bringen sie mir Eddie direkt zum Markt, mit neuer Batterie. Was für ein Service. Ich bin platt. Total lieb von denen!

Nun ist es Ende Januar 2006 und bitterkalt. Kein schönes Um- und Ausbauwetter. Also muss ich noch viel Geduld aufbringen, denn am Liebsten würde ich natürlich gleich loslegen... Also werde ich erst mal weiter Camping- und Ausbau-Kataloge wälzen, die Busfreaks mit Fragen nerven und planen, verwerfen und wieder neu planen.
Sicher ist auf jeden Fall, daß zu allererst die Dachluke rein muss und die Aussensteckdose. Und natürlich muss ich mein Sägeloch noch sauber verarbeitet werden.

10. Februar 2006

Nach der angenehmen Steuer-Überraschung kam dann der Versicherungsschock... was mir schon irgendwie klar war.
Da Eddie ein geschlossener Kastenwagen mit 2,9 T ist, läuft er als LKW. Das macht sich bei der Steuer bezahlbar. Ich habe nicht mehr Steuern zahlen müssen, als für meinen alten kleinen Fiesta. Nur 173 Euronen.
Aber die Angst vor der Versicherungssumme hat sich bestätigt. Leider kann man die Schadensfreiheitsprozente bei LKW nicht übernehmen. Das würde bedeuten, daß wir bei 100 % über 2000 Euro im Jahr
zahlen müssten. Schock! Also muss der Umbau und die Umschreibung zum Wohnmobil jetzt schnell von Statten gehen. Erst mal haben wir den Bus vermessen. Es ist immer noch eisig kalt.

13. Februar 2006

An diesem sonnigen kalten Montag morgen war ich stundenlang beim OBI. Wir hatten eigentlich geplant, hinten quer als Bett 90 cm x 167 cm eine komplette Platte einzubauen. Aber ich hatte mir dann beim Einkaufen so gedacht, daß eine Lattenkonstruktion ja leichter werden würde und besser einzupassen sein wird.
Also habe ich viel Holzlatten und Leisten für die Unterkonstruktion gekauft, viele Winkel, Schrauben, Metallsägeblätter, Feuchtraumkabel usw.

Dann war ich auch noch beim Campingmarkt und habe nach einem Fi/Sicherungskasten geschaut. Ohhhh über 50 Euro kostet so ein Ding. Beim OBI gab es das für 41 Euro. Aber ohne Kästchen drumherum... bei Ebay gibt es einen kompletten für 39 Euro - der wird unser werden.
Dann habe ich noch Wasserkanister gekauft, Anschluss-Schläuche und etwas Chemie für unser Porta Potti Klo. Die Wasserkanister geben dann jetzt die Größe für den Spülenunterschrank vor. Deshalb war es nötig, die Dinger jetzt gleich zu kaufen.


So irgendwie müssen die Latten für das Bett hinten rein...

Die Höhe des Porta Potti (44 cm) gibt die Höhe des Bettes hinten vor. Denn das sollte da irgendwie drunter passen. Also müssen wir erst mal eine Unterkonstruktion bauen.

Als Micha von der Arbeit kommt,
muss er mir gleich mal helfen.

Winkel, Winkel, Winkel -
hoffendlich hält das später mal.

Es ist schon dunkel, als die Unterkonstruktion auf der rechten Seite dann endlich montiert ist. Zu Eiszapfen erfroren belassen wir es erst mal dabei. In den nächsten Tagen soll es etwas wärmer werden. Dann geht es weiter...

18. Februar 2006

Die Konstruktion für das hintere Bett ist jetzt fertig und ich habe den Lattenrost aufgeschraubt. Hält ganz gut. Da muss dann nur noch die Schaumstoffmatraze drauf und ich könnte schon drinnen schlafen. Allerdings müssen wir da noch überlegen, wie wir eine zweite Platte zum Ausziehen montieren werden. Denn mein Mann passt nicht quer ins Auto.

Die vordere Verkleidungs-Holzplatte habe ich auch mal abgeschraubt. denn da soll dann irgendwo die Einspeis-Steckdose hin.

Und dann habe ich noch das Loch in der Rückwand der Fahrerkabine richtig ausgesägt und die Kanten mit Rostschutz eingepinselt. Da kommt dann noch ein Kantenschutzband drauf und fertig.

20. Februar 2006

Oh weh... schlechte Nachrichten.
Heute war ich beim Autozubehör-Händler und wollte nach Dichtungsmittel für die Dachhaube schauen. Der Händler dort hat mich fast zum Heulen gebracht. Der meinte, daß ich nie und nimmer ein Loch in mein Dach sägen dürfte. Und auch niemals einen Holzrahmen bauen dürfte für die Dachluke. Das das gar nicht zulässig wäre! Weil die Autos angeblich dann nicht mehr die Sicherheits-Bla-Bla erfüllen, wenn die dann mal aufs Dach fallen bei nem schlimmen Unfall. Er redete was von Splitterschutz und Sondergutachten und auch innen beim Ausbau dürfte ich kein Holz verwenden. Weil leicht entflammbar. Und Splittergefahr bei Unfall. Die Unterkonstruktion für die Einbauten müssen ganz fest mit dem Boden verschraubt werden hat er gemeint. Und zwar an bestimmten vorgegebenen Stellen und ganz durch das Bodenblech. Und überhaupt sollte ich das Auto verkaufen und mir gleich einen ausgebauten Bus kaufen und überhaupt und so würde es ja nicht gehen. Und dann hat er noch gemeint, wenn mein Bus als LKW läuft, dann wäre es sowieso nicht möglich, den als Reisemobli umschreiben zu lassen. Der Mensch hat mich total verunsichert. Er meinte, daß ein Mensch beim TÜV vermutlich alles wieder rausreißen würde oder gar das Fahrzeug dann stilllegen würde. Ich war echt kurz vorm Losflennen.

Er hat auch gemeint, daß ich erst mal beim TÜV vorfahren soll und mich erkundigen soll, was ich überhaupt darf und was nicht und dann erst umbauen könnte. Das ist mir schon eingeleutet irgendwie. Allerdings würde das dann wieder Geld kosten. Und ich müsste wohl nach und nach immer wieder dahin und alles absprechen mit dem Prüfer....

Ich bin dann zum Campingmarkt zu dem supernetten Mann dort gefahren und hab ihn gefragt, ob das alles stimmt. Der hat nur den Kopf geschüttelt und gemeint, daß ich die Dachhaube natürlich einbauen könnte. Allerdings haben wir dann meinen Bus angeschaut zusammen mit einem Werkstattmann dort und der meinte, daß es doch nicht geht. Aber nicht, weil es nicht erlaubt wäre, sondern weil es nicht geht. Denn der Bus hat oben im Dach so Ablaufrinnen und das Dachfenster würde niemals dicht werden hat er gemeint. Na Prima! Soweit ich weiß brauche ich im Bus, wenn ich drinnen schlafe und ja auch kochen muss (laut TÜV) eine Zwangsbelüftung. Und wie soll ich die jetzt ohne Dachhaube bekommen? Ein Entlüftungspilz passt von den Maßen auch nicht zwischen die Rinnen. Mist!

Deprimiert bin ich dann zum OBI gefahren und hab mir trotzdem das Holz für den weiteren Umbau zusägen lassen. Ich glaube, ich muss am Mittwoch noch einmal beim TÜV anrufen. Ich hab ja das Merkblatt von denen wegen dem Umbau und da steht nirgendwo etwas von so vielen Sicherheitsbestimmungen.

22. Februar 2006

Ich war heute mit meiner Dachhaube und natürlich mit Eddie beim TÜV in Fellbach. Und wie schon die Jungs aus dem Busfreaks-Forum gemeint haben... der Typ vom Autoteilezubehör, der mich so verunsichert hatte, hat keine Ahnung. Selbstverständlich darf ich die Dachluke einbauen und auch innen meinen Umbau wie begonnen fortsetzen. Da war überhaupt nichts auszusetzen. Der TÜV-Mann war sehr nett und hat mir einige Tipps gegeben. Zum Einstieg an der Seitentüre muss ich zum Beispiel 60 cm Platz lassen. Dann geht das alles so, wie ich geplant habe. Die Abnahme und das Umschreiben kostet auch keine 1500 Euro, wie der Händler gemeint hat, sondern nur um die 50 Euro. Eventuell 20 Euro mehr, wenn der Ingenieur etwas länger braucht. Aber vemutlich nicht.
Einziges Problem könnte die Dachhöhe werden. Aber auch nicht beim TÜV sondern vom Finanzamt aus. Denn einige Finanzämter verlangen wohl eine angenehme Stehhöhe in einem Reisemobil. Aber auch nicht alle. In dem Merkblatt, daß mir der nette Herr vom Finanzamt geschickt hat, da steht aber nichts von einer Stehhöhe. Und darauf würde ich mich dann berufen. Was bin ich jetzt erleichtert!

Dann habe ich mich noch kurz mit Zahny vom Busfreaks-Forum getroffen und er hat mir ein Buch über den Innenausbau geliehen. Da werde ich in nächster Zeit etwas schmöckern und das Buch wird mir bestimmt viel helfen. Hab ich schon erwähnt, daß ich das Busfreaks.de Forum und seine supernetten Mitglieder liebe? Was bin ich froh, daß ich dieses tolle Forum im Internet gefunden habe!

24. Februar 2006

Ich tummele mich mal wieder bei OBI rum. Der Mann vom Zuschnitt lacht schon, wenn er mich sieht.

25. Februar 2006

Es ist wieder kälter... 4 Grad!
Aber es ist Samstag und Zeit für weitere Umbauaktionen. Auf das Wetter kann ich keine Rücksicht nehmen. Sonntags darf ich nicht sägen wegen dem Lärm.

Heute war die Steckdose dran. Damit wir auf dem Campingplatz Strom nehmen können muss eine Einspeisesteckdose ans Eddiemobil. Kann ja nicht so schwer sein. Also erst mal anzeichnen und Löcher für das Stichsägeblatt vorbohren...


Das mit dem Sägen klappt diesmal viel besser. Ich bin mutiger und die Auflage für die Stichsäge ist an dieser Stelle auch fast gerade. Eine Schutzbrille werde ich mir noch zulegen. Da fliegen schon ganz schön die Metallspäne. Gefährlich!

Dome findet es lustig, daß Mama Löcher in den Bus sägt.

Loch ist drin und die Steckdose passt sogar rein *Jubel*

Dann kommt noch der Rostschutz Primer drauf auf die Kanten.

Die Steckdose wird hinten mit Dekalin Dichtungsmasse eingeschmiert und dann festgeschraubt.

Innen wird noch schön dick Dichtungsmasse aufgetragen - auch über die Schrauben. Ich habe zum ersten Mal mit sowas gearbeitet. Ganz schön kaugummimäßig und zäh. Ich hoffe, alles ist dicht.

Dann habe ich noch an dem kleinen Tisch-Schränkchen im Eingangsbereich rumgemacht. Oh das sieht übel aus von Innen. Da muss ich mir noch was einfallen lassen, damit das dann schöner wird.

Die wellige Trennwand habe ich jetzt mal mit ner dünnen Sperrholzplatte verkleidet. Damit ich für den Koch/Spülenschrank erst mal ne geradere Linie habe. Die Wand ist ja voll schräg. Da muss ich einen schrägen Schrank bauen irgendwie.

Zum Schluss habe ich dann endlich noch meinen Ausschnitt in der Zwischenwand mit Kantenschutzband sicherer gemacht. Aber irgendwie hab ich das Gefühl, daß ich das noch festkleben muss. Nur so drüberklemmen hält bestimmt nicht, wenn ich meine Zeltstangen da durchschiebe... mal sehen.
So richtig weiter gekommen bin ich heute nicht. Aber die Kälte und die Dunkelheit haben mich dann gegen 19 Uhr aufgeben lassen. Ich bin soooo durchfroren und mache mir jetzt erst mal ne heiße Bettflasche. Vielleicht kann ich am Montag jemanden vom Elektrogeschäft nebenan dazu bringen, daß die mir kurz mein Kabel an die Steckdose anschließen. Dann kann ich die Sperrholzwand da hinten wieder dranmachen. Und vielleicht kann ich am Montag dann mit dem Küchenschrank weitermachen.

13. März 2006

Es ist immer noch eisig kalt! Ich konnte bis heute nicht am Bus weiterarbeiten. Aber es gibt neues von der Dachhaube. Wir haben jetzt einen Termin in einer Werkstatt, die uns die Dachhaube einbaut. Meinem Mann ist es lieber so. Er hat wohl nicht so sehr das Vertrauen, daß ich das dann auch dicht hinbekomme und ihm wäre es lieber, wenn wir es machen lassen. Auch recht! Das ist dann weniger Arbeit für mich und wir haben Garantie, daß das Ding dann auch wirklich dicht ist.
Mit dem Anschluss der Aussensteckdose bin ich auch noch nicht weiter. Der nette Elektriker von nebenan hatte bis jetzt keine Zeit, mir das zu zeigen. Aber bei der Kälte habe ich auch wirklich gerade nicht so viel Lust das voranzutreiben. Wir haben immer noch Minusgrade... wann wird es endlich Frühling?

29. März 2006

Es ist endlich wärmer geworden. Letzte Woche war Eddie in der Werkstatt und die Dachhaube ist eingebaut worden. Aber ich bin schon etwas säuerlich. Der Werkstattmensch hat keinen Einbaurahmen reingemacht. Ich wollte den Rahmen noch bauen - aber er: "Ne, ne, lassen Sie mal. Legen Sie die Holzleiste in den Bus. Das mach ich dann." Hat er aber nicht! Na toll!!! Jetzt muss ich den Rahmen irgendwie um seine Schrauben herum bauen. 140 Euro hat der Spaß gekostet. Hätte ich das lieber mal selber gemacht!

Und heute - Überraschuuuung! Es regnet rein! Ich hab gleich angerufen. Er meinte, daß es gar nicht sein könnte - ist aber so. Jetzt fahr ich am Freitag wieder hin und er dichtet alles nochmal von innen ab. Ob das dann dicht ist? Ich bin skeptisch...


Eddie mit Dachhaube

Also hier kann man ja schön die Wassertropfen innen sehen.
Und den falschen Einbau ohne Einbaurahmen...

Und hier ist der Boden, auf dem man schön die Wasserflecken erkennen kann.

Ich habe endlich das Kabel für die Einspeisesteckdose angeschlossen. War ja nicht schwer. Und dann konnte ich auch endlich wieder die Holzwand anschrauben. Jetzt kann es weitergehen innen mit dem Ausbau. Heute hab ich noch vor, etwas zu schrauben. Muss aber erst noch Sonnenfinsternis fertig guggen. Mond ist fast durch - dann gehts ans Arbeiten.

So - Sonnenfinsternis vorbei und weiter gehts...  

Na immerhin habe ich das Grundgerüst für die Seitenbank fertig bekommen. Man sollte nicht glauben, wie lange man mit so ein paar Holzdingern und vielen Winkeln beschäftigt ist. Abends waren wir dann noch bei OBI und haben eeewig am Holzzuschnitt warten müssen. Das hat vielleicht genervt. Aber ich bin guter Dinge. Am Freitag werde ich wohl die Seitenbank fertig bekommen. Mit Klappdeckel oben und dann noch eine Türe vorne.

Ich muss gestehen, daß das Bett und die Bank zu hoch sind. aber die Höhe war vom Porta Potti vorgegeben. das muss ja unters Bett geschoben werden können. Ich kann ganz gut da drauf sitzen. Bin ja nicht so groß. Aber mein Mann wird schon mit dem Kopf oben am Dach anstoßen. Muss er den halt einziehen *lach*. Aber beim Campen hält man sich ja erfahrungsgemäß eh nie im Zelt auf sondern es spielt sich alles davor ab. So wird es auch mit dem Bus sein. Hauptsache, wie können drin schlafen. Zum drinnen Aufhalten ist das eh alles zu eng.

31. März 2006

Ich war in der Werkstatt und habe den "Fachmann" das Fenster nochmal abdichten lassen. Ich bin ja gespannt, ob es jetzt dicht sein wird.

Mit der Bank bin ich natürlich nicht fertig geworden. Hab nicht bedacht, daß ich das Holz zum Teil noch lackieren muss und das dauert. Grundieren, trocknen lassen, lackieren... das braucht alles Zeit. Zum Glück hab ich Hilfe gehabt. Mein Sohn Dome hat mir beim Zusägen und Grundieren geholfen. Und als mein Mann von der Arbeit nach Hause kam, wurde er auch gleich noch kurz mit eingespannt.

Immerhin habe ich die Klappe oben an der Bank fertig montiert. Jetzt fehlen nur noch die Frontteile mit der Fronttüre. Aber das muss jetzt alles erst mal gut durchtrocknen. Und ich hoffe, daß das Auto gut auslüftet. Da drinnen hält man es jetzt erst mal kaum noch aus vor lauter Lackdämpfen.

Ach noch gute Nachrichten... ich habe bei Ebay zwei gute Schaumstoffmatrazen ersteigert für nur 1 Euro. Das freut mich total. Und das Gute ist, die Matrazen kann ich zuschneiden, wie ich es brauche. Muss sie nur in Köln abholen. Aber da wir sowieso bald dahin fahren werden ist das kein Problem. Ich freue mich schon total. Dann wird es gleich wohnlicher aussehen. Und wenn dann erst die Wände verkleidet sind... *träum*
Ach ich liebe mein neues Auto!

03. April 2006

Die Seitenbank ist fertig... muss nur noch oben lackiert werden. Die Klappe oben und die kleine Türe vorne funtionieren. Fein!

05. April 2006

Es regnet in Strömen... und ratet mal was? Die Dachluke ist undicht. Ich habe nächste Woche den nächsten Termin in der Werkstatt.

Heute habe ich nur Holz beim OBI gekauft, noch etwas zurechtgesägt und lackiert. Das wird die Türe unter dem Bett-Teil. Da muss eine hin, damit die Ladung gesichtert ist hat der TÜV-Mann gemeint.

10. April 2006

Ich habe die Türe unterm Bett eingebaut. Jetzt sieht das Ganze schon so richtig gemütlich aus. Fehlen noch die Matrazen. Nächstes Wochenende kann ich sie in Köln abholen. Morgen kommt Eddie wieder in die Werkstatt wegen der undichten Dachluke.

12. April 2006

Etwas Bescheuertes ist mir passiert. Ich bin rückwärts ganz übel auf das Auto von meinem Mann gefahren. Wie kann ich nur so blöd sein!!!! Ich fahre mit Eddie jetzt schon so gut und kann sogar schon viel, viel besser einparken. Mein Mann wollte sein Auto wenden, parken und dann wollten wir gemeinsam mit dem Bus einkaufen fahren. Ich stand in einer Einfahrt und wartete. Er musste warten, weil ihm in unserer engen Straße ein Auto entgegen kam. Und stand hinter dem Bus so quer dazu. Allerdings nur noch mit der vorderen Ecke. Und ich habe das echt nicht gesehen! Nicht im Innen-Rückspiegel und auch nicht im rechten Aussenspiegel. Tja und Links... seine ich irgendwie nicht geguckt zu haben. Ich bin so blöd!!!
Jetzt ist seine vordere Stoßstange total im Eimer und der linke Scheinwerfer. Das wird teuer :-(
Einziger Trost: An Eddie ist nicht mal ein Kratzer zu sehen. Das war also mein erster Unfall mit dem Eddiemobil. Mist!

15. April 2006

Wir sind in Köln und die Matrazen sind super. Aus Latex oder so. Die kann ich zuhause schön passend zuschneiden.
Es regnet hier in Strömen und natürlich ist die Dachluke immer noch undicht. Sogar schlimmer als je zuvor. Ich krieg langsam die Krise mit dem Teil.

19. April 2006

Wir sind wieder mal in der Werkstatt wegen der Dachluke. Ohhhh je... Und wieder dichtet der Werkstattmensch nach und nach. Ob es diesmal dicht wird?

21. und 22. April 2006

Ich habe die Matrazen zugeschnitten und die Überbezüge dementsprechend kleiner genäht und angepasst. Hat super geklappt.

Da mein Mann noch Urlaub hat, haben wir angefangen, das Seitenschränkchen zu bauen, in dem später dann die kleine Spüle und die feste Kochgelegenheit unterkommen sollen. Wie der TÜV und das Finanzamt es wünschen. Problem ist die Schräge der Trennwand. Deshalb mussten wir viel, viel rummessen und sägen.

Unser kleiner Hund hat es sich schon mal auf dem Bett gemütlich gemacht und uns ganz genau beobachtet.

Irgendwie besteht der gesamte Umbau ständig aus planen, messen, verwerfen, neu überlegen, wieder planen und so. Das nimmt schon echt viel Zeit in Anspruch. Der untere Ausschnitt in der Trennwand muss ja frei bleiben. Denn da müssen wir ja die Zeltlatten vom Mittelaltermarktstand durchschieben können beim Transport.

Zum Glück hat mein Schwiegervater eine echt gut ausgestattete Holzwerkstatt. So können wir dann auch wirklich profimäßig das Holz zusägen und einpassen. Und rumalbern und Spaß machen muss auch immer mal dazwischen drinliegen. So hat mein Mann zum Beispiel wohl gemeint, daß es hilfreich wäre, wenn er mir mal kurz ein Holzbrett gegen den Kopf schlägt. Aus Versehen natürlich! Aber ob mich das wirklich unbedingt klüger macht???? :-)

Das Brett, daß ich für oben drauf gedacht hatte ist definitiv zu dünn. Es hängt durch und kann so nicht verwendet werden. Schade... war teuer das Ding. Mit lebensmittelechter und feuerfester Oberfläche.
Und wieder umdisponieren... aber wir sind ja flexibel. Und Holz haben wir auch noch. Die zwei Wasserkanister passen schön auf das Regalbrett wie ausgemessen. Glück gehabt. Das war so geplant und funktioniert sogar. Am oberen Abdeckbrett haben wir dann noch das kleine Loch für die Spüle und für den Wasserhahn ausgesägt und gebohrt. Das musste dann erst mal gut lackiert werden und über Nacht durchtrocknen.

Na wenigstens sieht mein kleines Seitenschränkchen neben der Schiebetüre jetzt schon etwas besser aus. Da fehlt nur noch ein Zwischenbrett und unten am Boden muss ich mir noch was einfallen lassen. Damit man die ganzen Winkel nicht so sieht. Sieht nämlich blöd aus so.


 

23. April 2006

Das obere Brett mit dem Spülenausschnitt ist lackiert und trocken. Wir können also mit der Montage der Spüle beginnen. Den kleinen Wasserhahn hab ich dann auch noch löten müssen. Denn das Kabel am Schalter für die Wasser-An-Aus-Schaltung ist ganz blöd an der Lötstelle gebrochen. Ich hab schon so lange nicht mehr gelötet, daß ich erst mal die Gebrauchsanweisung von meinem Lötkolben durchlesen musste *lach* Aber irgendwie hat es funktioniert.

Wasser läuft ohne Probleme. Dome testet das gleich mal. Allerdings ist unten der Ablauf der kleinen Spüle nicht so ganz dicht.

 

Ein Fall für den Silikonator *grins*
Mit Dekalin Dichtmasse und Silikon gehen wir dem Problem nach. Obs noch tropft werden wir erst morgen Abend oder Übermorgen testen können. Wenn alles schön getrocknet und fest ist. Nachtrag - IST DICHT :-)

So, jetzt fehlen nur noch die Türen vorne am Schrank. Da muss ich aber erst mal wieder zu meinem Haus- und Hof Lieferanten OBI und neues Holz kaufen.

Apropo dicht.... hab ich schon erwähnt, daß es gestern kurz heftig geregnet hat und die Dachhaube nach wie vor nicht dicht ist? :-(

26. April 2006

Die Arbeiten gehen weiter mit Volldampf. Am Wochenende findet unser erster Ausflug mit dem Eddiemobil statt. Da müssen noch schnell Vorhänge dran, damit uns keiner beobachten kann, wie wir schlafender Weise schnarchend auf die Kopfkissen sabbern :-) Zu diesem Zweck habe ich im Campingzubehör-Handel so seltsame Spannseile gekauft und Befestigungen dazu. War ganz leicht anzuschrauben und funktioniert prima.
Und die Küche hab ich dann auch noch schnell fertig gemacht. Türen sind dran und der Abfluss ist dicht. Das mit den Wasserkanistern und der Tauchpumpe funktioniert toll. Hätte ich nicht gedacht, daß es so einfach ist, fließend Wasser in ein Fahrzeug einzubauen. Fehlt noch die kleine Elektrokochplatte und die Verkabelung von der Stromzufuhr.

Aus Holzresten habe ich dann auch noch das kleine Regal beim Einstieg etwas verkleidet und lackiert. Sieht jetzt viel besser aus.

10. Mai 2006

Heute habe ich den kleinen Schwenktisch fertig gemacht. Der schwenkt und schwankt ganz schön. Ist ne Notlösung für den TÜV. Irgendwann muss ich mir da ne andere Lösung einfallen lassen...
Bei Penny hab ich Tür-Fliegengitter ergattert für nur 6 Euro. Das habe ich dann auch noch hingemacht. Obwohl ich nicht glaube, daß das auf Dauer hält. Denn befestigt ist die obere Schiene mit doppelseitigem Klebeband. Das mag in der Wohnung an Türen funktionieren - aber in Autos, wo im Sommer gut und gerne über 40 Grad sind... ich weiß nicht. Wir werden sehen.

Dann kam der Postmann und hat mir meine Kochplatte gebracht, die ich vorgestern bei Amazon bestellt hatte. Super! Da konnte ich mir gleich den Kopf zerbrechen, wie ich die am Besten fest montiere. Sie hat vier runde Füße mit einem Loch von 11 mm je Füßchen. Aber keine Möglichkeit, da ne Schraube reinzudrehen. Ich habe aus Rundhölzern ne Art Dübel gesägt und kleiner geschliffen, damit sie in die Löcher der Füßchen passen. Dann schweren Herzens vier Löcher in meine Ablage neben der Spüle geboht, die Dübel lackiert, hineingeleimt und dann den Kocher draufgesteckt und mit Leim fixiert. Ich hoffe, es passt der TÜV-Obrigkeit so.

Da die Herdplatte ja Strom braucht, habe ich dann die Steckdose gleich beim Kocher am Schränkchen-Seitenteil montiert. Und noch das Kabel grob verlegt.
Abends hat mir der Mann einer Freundin dann die Kabel angeschlossen. Der ist Elektriker. Bei der Steckdose hätte ich es ja noch geblickt. Aber bei dem FI-Sicherungskasten absolut nicht. Da habe ich lieber mal die Finger weggelassen und das den lieben Wolfgang machen lassen. Und dann war ich ganz happy - es funktioniert. Ich habe Strom im Bus! Klasse! Natürlich nur, wenn ich über die Aussensteckdose was einspeisen kann. Also auf Campingplätzen quasi.

Jetzt muss ich nur noch die Kabel irgendwie befestigen und schön verlegen und den Sicherungskasten an die Wand schrauben. Dann könnte ich theoretisch mal beim TÜV vorfahren. Bin schon ganz aufgeregt....

Natürlich ist Eddie noch lange nicht fertig. Die Wände müssen dann irgendwann verkleidet werden und vielleicht finde ich noch ein Plätzchen für einen kleinen Hängeschrank oder ähnliches. Aber das hat jetzt Zeit. Das ist für die Umschreibung zum Wohnmobil nicht relevant.

12. Mai 2006

Heute war ich... ratet mal... mal wieder in der Werkstatt wegen der undichten Dachhaube. Aufs Dach wurde so ne komische Flüssigkeit gesprüht. Vielleicht auch nur Wasser. Keine Ahnung. Und dann hat der Meister von innen Druckluft gepustet und zwei Jungs haben oben geguckt, ob man was sieht. Zuerst war wohl nichts zu sehen. Ich kam mir schon wieder echt blöd vor. Aber dann, dann haben sie zwei Stellen gefunden, die wohl noch nicht dicht waren. Und die sind mal wieder nachgedichtet worden. Und wieder der Spruch: "Jetzt kann es nicht mehr undicht sein!" Ich hab mich brav mit: "Auf wiedersehen und bis zum nächsten Mal!" verabschiedet.

15. Mai 2006

Ich habe heute beim TÜV angerufen und mir einen Termin geben lassen. Ufff - jetzt wird es ernst. Am 22. Mai darf ich um 10.15 Uhr vorfahren. Drückt mir die Daumen! Ich bin total nervös. Muss bis dahin noch die Kabel schön verlegen. Aber das ist ja nicht viel Arbeit. Ich hoffe, daß der Herr TÜV nichts beanstanden wird...

16. Mai 2006

Unwetterwarnung für unsere Region. Es regnet schon heftig heute morgen. Der Himmel ist tiefdunkelgrau. Da werden wir ja gleich mal sehen, was die Dachhaube dazu meinen wird...

20. Mai 2006

Ich kann es kaum glauben... es hat drei Mal geregnet und die Dachhaube ist immer noch dicht. Natürlich traue ich dem Frieden nicht. Aber diesmal scheint es wirklich geklappt zu haben mit der Nachdichterei. Allerdings bin ich sehr skeptisch. Denn jeder meint, daß so ne nachträgliche Abdichterei auf Dauer nicht halten wird. Wir werden sehen....

Jetzt bin ich erst mal total nervös wegen dem TÜV-Termin. Kabel sind sauber verlegt, Wasser im Kanister und alles ist bereit. Ich hab nur Angst, daß der TÜV-Herr vielleicht arg an der Kochplatte rumzerren wird. Und an allen anderen Ausbauten. Mit roher Gewalt kann man da bestimmt einiges rausreißen, wenn man will. Obwohl ich alle Teile schon echt gut befestigt habe. Mir gehen tausend Dinge durch den Kopf, die eventuell beanstandet werden könnten. Überlege ständig, ob ich auch alles richtig gemacht habe.

22. Mai 2006

Pünktlich um 10.15 Uhr heute morgen bin ich beim TÜV vorgefahren. Uhiiii war ich nervös. Aber dazu bestand echt gar kein Grund. Der TÜV-Mann ist so super nett. Hab ich ja eigentlich schon gewusst. Ich war ja schon mal bei ihm und habe auch das eine oder andere Mal mit ihm telefoniert. Er konnte sich sogar noch an mich erinnern. Das ich schon mal da war und auch das wir telefoniert hatten.

Er hat sich den Bus angesehen. Eigentlich nur, ob alles nötige drin ist.
Feste Kochgelegenheit
Spüle mit den Wasserkanistern
Bett und Tisch
Einspeissteckdose und Sicherungskasten
Alles da und gut wars. Was war ich froh!!! Es wurde nicht mal großartig getestet, ob alles funktioniert. Ich hab ihn geradezu aufgefordert meine schöne Spüle zu testen. Immerhin hatte ich den Wasserkanister extra dafür gefüllt.
Eine halbe Stunde später hatte ich das Gutachten in den Händen. Danke lieber, lieber TÜV in Fellbach! Ach was bin ich stolz auf diesen Wisch! Ich habs geschafft! Fast ganz alleine! Ich hab ein Wohnmobil gemacht! Hurra!

Jetzt fehlt nur noch die Umschreibung in den Fahrzeugschein und Brief. Das macht die KFZ-Zulassungsstelle im Landratsamt. Ich wollte das dann auch gleich erledigen. Versicherungsdoppelkarte konnte meine Versicherung dem Landratsamt zufaxen und ich musste nur Brief, Schein und Gutachten mitbringen. Also bin ich nach Hause geflitzt und hab den Brief gesucht. Und gesucht, und gesucht, und gesucht.....
Mist - da ist mir eingefallen, daß wir den den KFZ-Brief ja gar nicht haben. Den hat die Kreditbank vom Autohaus! Ich Dummerchen!!! Also hab ich im Autohaus angerufen, daß ich den Brief brauche. Das dauert jetzt natürlich. Ich hoffe, daß er bald kommt. Denn erst dann ist mein Eddie offiziell und amtlich ein Wohnmobil. Für mich ist er es aber schon jetzt! Ich bin so stolz!

Eddie ist ein Wohnmobil
Natürlich ist Eddie noch lange nicht fertig. Jetzt kommen noch die Wände dran, die ganze Innenverkleidung und noch das eine oder andere Regal an der Wand. Eddie muss schöner werden! Soviel ist klar. Deshalb geht es nun weiter mit

Part II - PIMP MY EDDIEMOBIL.....