Bau eines Zeltes für Mittelaltermärkte

Für die Teilnahme an Mittelaltermärkten benötigen wir natürlich auch dringend ein Zelt. Sieht einfach besser aus, wenn man ein schönes Zelt hat.

Also habe ich mir im Dezember 2004 Zeichnungen gemacht und bin mal wieder viel in verschiedenen Baumärkten rumgeschlichen auf der Suche nach Holz.
Beim Hornbach bin ich fündig geworden. Günstige Holzlatten, die sogar auf drei Seiten gehobelt waren. Also habe ich dort eingekauft.

4 Latten mit je 3 Metern Länge
und 4 Latten mit je 2,50 Metern Länge

Große Sorgen haben mir die runden Holzstangen gemacht. Die bekommt man in keinem Baumarkt. Also sind wir in den Wald. Allerdings war das Todholz, welches man legal mitnehmen darf zu feucht und morsch und faulig. Also nicht tauglich. Zum Glück wachsen hinter der Gärtnerei von meinen Bekannten viele Eschenbäumchen, die sowieso gefällt werden müssen. Dort gab es genug Zeltstangen für alle.

Viele helfende Hände. Zuerst haben wir mal die Latten so hingestellt, wie sie nachher gebaut werden sollen. So bekam man ungefähr eine Vorstellung davon, wie groß das Zelt später werden würde. In dem Gärtnerei-Gewächshaus konnten wir auch bei Regenwetter super arbeiten. Und auch die Höhe des Zeltes war kein Problem dort.

Nachdem die Holzstangen entrindet worden waren begann die Überlegung... wie sollten wir die Längsstangen an dem Quergestell befestigen? Eigentlich kommen da nur Keile in Frage. Also wurden erst mal Schlitze in die Holzstangen gebohrt und gesägt.

Ich passe da gut unten durch. Aber größere Menschen müssen wohl erst mal den Kopf einziehen. Problem bei der Konstruktion war es, daß das ganze Gestell hin und her schwankte wir verrückt. Aber durch die Keile wurde alles erstaunlich stabil.
Hier das Einsetzen der Längsstangen. Wir haben die Löcher dafür mit einem Lochbohrer gemacht. Da kann man günstig einen ganzen Satz mit verschiedenen Durchmessern im Baumarkt kaufen. Als Aufsatz für die Bohrmaschine. Ich glaube normal bohrt man mit sowas Steckdosenlöcher in Gipskartonplatten. Aber zum Zeltbau sind diese Lochbohrer genial.

Drei Nachmittage später steht das Gestell. Jetzt fehlt nur noch der Stoff dafür. Eigentlich sollte es dicker Leinenstoff sein. Aber das wird wohl zu teuer werden. Immerhin brauche ich 13 Meter davon wenn der Stoff drei Meter breit liegt. Aber so breiten Stoff bekommt man wohl nur sehr selten denke ich. Und einigermaßen wasserdicht sollte er auch noch sein...

Vom 21. - 23. Januar 2005 hat es seine erste Bewährungsprobe beim Mittelaltermarkt in Fellbach. Da das in einer Halle stattfindet, brauchen wir dann dort zum Glück noch keine wasserfeste Zeltplane. Mal sehen, wie die Geschichte dieses Zeltes weitergeht. Vielleicht stürzt es ja auch schon beim ersten Auftritt ein. Ich bin gespannt...

 

Nach einiger Suche bin ich stoffmäßig fündig geworden.
Indianertipi bietet nicht nur imprägnierten und fäulnisgeschützen Stoff für Zelte an, sondern hat auch einen super Service (auch Nähservice).

Emails werden superschnell beantwortet und man wird wirklich total nett beraten. Kann ich nur empfehlen! Wer also Zeltstoff sucht, der sollte mal auf das Logo links klicken.

 

Im März hatte ich die Möglichkeit, das Zelt in einer Lagerhalle aufzubauen. Dort konnte ich dann auch die Seitenwände nähen und die restlichen Schlaufen an den Stoff anbringen. Über hundert Stück! Eine Heidenarbeit! Ich habe mit 24 Metern Stoff gekämpft. Aber meine Quelle-Nähmaschine hat erstaunlich gut durchgehalten. Nur mit dem sehr dicken reißfesten Garn hatte sie Probleme.